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Forschungswerkstatt

Forschungswerkstatt

Vom 27.02.-01.03.2018 verbrachten wir gemeinsam drei Tage in der Forschungswerkstatt. Da die finale Phase beginnt, widmeten wir uns den gemeinsamen Fragen an die Masterarbeit und den organisatorischen Hintergründen. Jede*r konnte seine momentanen Verschriftlichungen mitbringen und gemeinsam arbeiteten wir weiter an den Inhalten und der Ordnung der Masterthesis.

Thema war auch die Vorbereitung der Kommunikativen Validierung welche unter dem Titel „Ergebnispräsentation und Diskussion“ lief. Alle Konzepte wurden noch überarbeitet und vorbereitet um sie den interessierten Professionen zu präsentieren.

 

Zu Besuch beim Vorreiter SMZ Liebenau

Zu Besuch beim Vorreiter SMZ Liebenau

Mit dem Sozialmedizinischen Zentrum (SMZ) Liebenau findet sich in Graz eine Institution, in der man über einen breiten Erfahrungsschatz an integrativer Gesundheitsversorgung und multiprofessioneller Zusammenarbeit verfügt. Die beiden Initiatoren Dr. Gustav Mittelbach und Dr. Rainer Possert schufen mit dem SMZ im Jahr 1984 eine Einrichtung, die klassisch medizinische Dienste mit therapeutischen Angeboten, Beratungsmöglichkeiten, Gesundheitsförderung und Gemeinwesenarbeit unter einem Dach vereint. Neben dem eigentlichen Zentrum in Südosten der Landeshauptstadt betreibt der Trägerverein auch noch zwei Stadtteilzentren in der Siedlung Am Grünanger und im Bezirk Jakomini.

Das GeSo-Forschungsteam war vor Ort und holte sich im SMZ Liebenau wertvolle Anregungen von Dr. Wolfgang Sellitsch, dem Geschäftsführer der Einrichtung, der Sozialarbeiterin des Zentrums, Anahita Sharifgerami, BA, und Natascha Mauerhofer, MA, die mit zwei Kolleginnen für Gesundheitsförderung, Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit zuständig ist.

Nähere Infos: SMZ Liebenau

 

 

Erstes Projekttreffen im neuen Jahr

Erstes Projekttreffen im neuen Jahr

Am 25.1.2018 trafen wir, die Forschungsgruppe, uns das erste Mal wieder im neuen Jahr. Es war jedoch nur das erste persönliche Treffen, denn in den letzten Wochen waren wir sehr fleißig an den ersten Ausarbeitungen der ersten Konzepte. Es entstanden vier unterschiedliche Konzeptideen, die wir uns gegenseitig präsentierten. Anschließend gab es von den Kolleg*innen Feedback und Anregungen. Die Konzeptskizzen werden wir jetzt weiterentwickeln und zu fertigen Konzepten ausbauen.

Am Nachmittag widmeten wir unsere Aufmerksamkeit einer neuen geplanten Veranstaltung, der Kommunikativen Validierung. In Kürze werden wir Einladungen, sowie genauere Infos über unsere zwei Plattformen Facebook und Blog ausschicken. Bis dahin läuft die Planung und Organisation der Veranstaltung auf Hochtouren.

Projektvernissage – ein Rückblick

Projektvernissage – ein Rückblick

Am 16.0 1.2018 durften wir unser Projekt bei der diesjährigen Projektvernissage an der Fachhochschule St. Pölten präsentieren. Wir hießen unsere Besucher*innen in unserem GESO willkommen. Zahlreiche Interessent*innen wurden an unserem Stand über den bisherigen Forschungsverlauf und die ersten Ergebnisse informiert.

Fazit: Unser Projekt fand bei den Teilnehmer*innen große Beachtung. Der Wunsch nach baldiger Umsetzung unseres Konzepts wurde mehrfach erwähnt.

 

Inklusion

Inklusion

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat Inklusion ins Zentrum der Diskussion um passende Formen der Unterstützung für Menschen mit Behinderungen gerückt. Es gibt unterschiedliche Ideen zu und Konzeptevon Inklusion, auch weil in der Konvention Inklusion nicht genau definiert wird (vgl. Felder/Schneiders 2016:8). Gemäß Artikel 19 „Selbstbestimmtes Leben und Inklusion in der Gemeinschaft“ der Konvention haben Menschen mit Behinderungen das Recht mit gleichen Wahlmöglichkeiten wie andere Menschen in der Gemeinschaft zu leben.Gewährleistet werden soll dies durch:

  • Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung, wo und mit wem sie leben
  • Unterstützungsdienste für Menschen mit Behinderung werden gemeindenah angeboten
  • allgemeine Dienstleistungen und Einrichtungen stehen Menschen mit Behinderung zur Verfügung und entsprechen ihren Erfordernissen 
    Grafik: Ausschnitt aus “Schritte zur Inklusion” By Robert Aehnelt (Own work) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Sonderwelten für Menschen mit Behinderung sollen abgebaut (vgl. Meins 2011:457) und „totale Institutionen“ verhindert werden. Eine totale Institution ist gekennzeichnet durch die Nicht-Trennung der drei Lebensbereiche Wohnen, Freizeit und Arbeit. Alle Aktivitäten finden am selben Ort und unter derselben Autorität statt. Die Aktivitäten werden nicht alleine, sondern in Gruppen ausgeführt und der Tagesablauf ist vorgegeben (vgl. Goffman 1972:17f).

 

In der Praxis gibt es verschiedene Ansätze unterschiedlicher Organisationen um den Inklusiongedanken umzusetzen, wie z. B.:

Organisationen wie arbas Arbeitsassistenz Tirol mit mittendrin oder das Institut für Sozialdienste mit Spagat bieten Arbeitsmöglichkeiten jenseits der geschützten Werkstätte. Mit der Methode „Persönliche Zukunftsplanung“ wird ein individueller Beschäftigungsplan entwickelt. Die für die Umsetzung nötige Unterstützung erfolgt durch unterschiedliche Personen und Organisationen im Sozialraum.

Der Verein innovia Akademie bietet inklusive und barrierefreie Erwachsenenbildung. Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen arbeiten bei allen Schulungen entweder mit oder führen diese selbständig durch.

Beim Projekt Wiener Wege zur Inklusion des Fonds Soziales Wien wurden Menschen mit Behinderung bei der Entwicklung neuer Angebote eingebunden.

Das Projekt Gig Buddies fördert über gemeinsame Freizeitinteressen soziale Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen.

 

 

Literatur:

Felder, Marion / Schneiders, Katrin (2016): Inklusion kontrovers. Herausforderungen für die Soziale Arbeit. Schwalbach: Wochenschau Verlag

Goffman, Erwing (1972): Asyle. Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen. Frankfurt/Main: Suhrkamp

Meins, Anna (2011): Systematisierung und begriffliche Bestimmung von Inklusion. In: Theorie und Praxis der sozialen Arbeit, 62 (6), 456-463

Projektvernissage an der FH St. Pölten

Projektvernissage an der FH St. Pölten

Am Dienstag, dem 16. Jänner 2018 haben wir die Gelegenheit, uns und unser Projekt vorzustellen: Von 15.00 bis 19.00 Uhr findet die Projektvernissage der FH St. Pölten statt. Es ist eine Messe für studentische Projektarbeiten in Niederösterreich. Wir, die Projektgruppe vom GeSo Orth, sind auch vor Ort und informieren von unseren Anfängen bis hin zu unserem aktuellen Forschungsstand. Ihr findet uns im Hauptgebäude der FH St. Pölten am 2. Stock, Standnummer 96. Wir freuen uns auf euren Besuch und euer Interesse!

 

Nähere Infos findet ihr auf der Veranstaltungsseite:

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Gesundheitliche Chancengerechtigkeit

Gesundheitliche Chancengerechtigkeit

Was bedeutet gesundheitliche Chancengerechtigkeit?

Zahlreiche Studien belegen, dass ein systematischer Zusammenhang zwischen sozialem Status und Gesundheitsstatus besteht (vgl. Haas / Ziniel 2015). „Dieser Umstand wird als gesundheitliche Ungerechtigkeit (engl. „healthinequity“) bezeichnet, da es sich um vermeidbare und damit unfaire Unterschiede […] handelt“ (ebd.: 157). Immer noch gelten gesundheitliche Benachteiligung für sämtliche Bevölkerungsgruppen, außer der gesellschaftlich am besten gestellten Gruppe. Hinzu kommt, dass mit sinken des sozioökonomischen Status der Bevölkerung, Krankheitshäufigkeit und Krankheitslast steigen. Bei Menschen mit geringem sozioökonomischem Status treten signifikant häufigere Krankenhausaufenthalte auf (vgl.: ebd.). Als Teil von Gesundheitsförderung und somit der Versuch gesundheitliche Ungerechtigkeit zu verringern bzw. gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu forcieren, wird im Zuge von sogenannter Lebenslaufforschung untersucht, inwiefern sich der Umgang mit Krankheiten bzw. der gesundheitliche Verlauf bei Menschen entwickelt. Mittels Interventionen und Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz von Bevölkerungen soll gesundheitliche Chancengerechtigkeit befördert werden. Gesundheitliche Ungerechtigkeit ist vererbbar. Investitionen in frühkindliche Entwicklung und Bildung werden hinsichtlich Gesundheitsförderung und der Entwicklung von Gesundheitskompetenz als höchst relevant beschrieben (vgl. ebd).

 

 

Haas, Sabine / Ziniel, Georg (2015): Gesundheitliche Chancengerechtigkeit. In: Bauer, Robert / Wiesenauer, Andrea (Hrg.): Zukunftsmotor Gesundheit. Entwürfe für das Gesundheitssystem von Morgen, 1. Auflage, Wiesbaden: Verlag Springer Gabler. 155-171.

 

 

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018!

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018!

Am 15.12.2017 haben wir uns das letzte Mal für dieses Jahr an der Fachhochschule St.Pölten getroffen. Nachdem im letzten Monat wieder viel passiert ist, haben wir uns gegenseitig auf den neuesten Stand gebracht. Themen waren die Studienreise zum Bromley by Bow aber auch der aktuelle Stand der Verschriftlichung des Handbuches.

Bei unserem Treffen haben wir aus dem bereits gesammeltem Material von den Expert*inneninterviews, Bürger*innen Café als auch dem Bürger*innen Rat und vielem mehr die ersten Bausteine gesammelt. Diese sollen nützlich sein um erste Konzepte eines Gemeinwesenzentrums in Orth an der Donau zu gestalten. Wir schicken Interessierten auch gerne die Ergebnisse des Bürger*innen Cafés zu. Anfragen nehmen wir per Mail an geso.orth@fhstp.ac.at an.

Über die Weihnachtsfeiertage arbeiten wir fleißig weiter um Konzepte weiterzuentwickeln und die Verschriftlichung fortzusetzen.

Trotzdem versuchen wir auch die Feiertage zu nutzen um neue Energie für das letzte halbe Jahr zu sammeln um das Forschungsprojekt GeSo Orth an der Donau zu vollenden. Wir sind schon voller Vorfreude und freuen uns auf neue Ideen und Ergebnisse. Wir wünschen allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2018

Reise nach London

Reise nach London

Am 23.11.2017 starteten wir, drei Studentinnen der Forschungsgruppe und zwei Betreuer*innen des Forschungsprojekt, Michaela Moser und Christoph Redelsteiner, einen Kurztrip nach London. Begleitet wurden wir von mehreren interessierten Stakeholdern aus Österreich. Wir landeten bereits zu Mittag in London und starteten unser Programm direkt im Best Practice Modell, Bromley by Bow Center. Wir wurden herzlich empfangen und konnten erste Eindrücke sammeln. Innerhalb der beiden Tage erwartete uns ein spannendes Programm mit einigen Vorträgen von Expert*innen aus London.

Wir durften eine Führung durch das Bormley by Bow Center genießen. Hier konnten wir viele Ideen und Eindrücke von einem Gemeinwesenzentrum mit integrierter medizinischer Versorgung sammeln. Neben Expert*innen wie Dan Hopewell, der Direktor des Bromley by Bows Centre, Dr. Sir Sam Everington, Dr. Werner Leber so wie vielen weiteren. Zudem war unter anderem eine Dame bei einer Präsentation eingeladen, die das Gemeinwesenzentrum regelmäßig besucht. Ihre Erfahrungen und Geschichten waren sehr inspirierend für uns.

Wir durften im Programm nicht fehlen und präsentierten unser Projekt und den aktuellen Stand unserer Forschung.

 

Unsere Reise nach London endete am 24.11 mit einem Empfang in der österreichischen Botschaft in London. Hier konnten wir all unsere Eindrücke und Ideen nochmal Revue passieren lassen. Es war eine gute Austausch- als auch Vernetzungsmöglichkeit und wir kamen mit vielen neuen Ideen zurück!