Monat: Januar 2018

Erstes Projekttreffen im neuen Jahr

Erstes Projekttreffen im neuen Jahr

Am 25.1.2018 trafen wir, die Forschungsgruppe, uns das erste Mal wieder im neuen Jahr. Es war jedoch nur das erste persönliche Treffen, denn in den letzten Wochen waren wir sehr fleißig an den ersten Ausarbeitungen der ersten Konzepte. Es entstanden vier unterschiedliche Konzeptideen, die wir uns gegenseitig präsentierten. Anschließend gab es von den Kolleg*innen Feedback und Anregungen. Die Konzeptskizzen werden wir jetzt weiterentwickeln und zu fertigen Konzepten ausbauen.

Am Nachmittag widmeten wir unsere Aufmerksamkeit einer neuen geplanten Veranstaltung, der Kommunikativen Validierung. In Kürze werden wir Einladungen, sowie genauere Infos über unsere zwei Plattformen Facebook und Blog ausschicken. Bis dahin läuft die Planung und Organisation der Veranstaltung auf Hochtouren.

Projektvernissage – ein Rückblick

Projektvernissage – ein Rückblick

Am 16.0 1.2018 durften wir unser Projekt bei der diesjährigen Projektvernissage an der Fachhochschule St. Pölten präsentieren. Wir hießen unsere Besucher*innen in unserem GESO willkommen. Zahlreiche Interessent*innen wurden an unserem Stand über den bisherigen Forschungsverlauf und die ersten Ergebnisse informiert.

Fazit: Unser Projekt fand bei den Teilnehmer*innen große Beachtung. Der Wunsch nach baldiger Umsetzung unseres Konzepts wurde mehrfach erwähnt.

 

Inklusion

Inklusion

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat Inklusion ins Zentrum der Diskussion um passende Formen der Unterstützung für Menschen mit Behinderungen gerückt. Es gibt unterschiedliche Ideen zu und Konzeptevon Inklusion, auch weil in der Konvention Inklusion nicht genau definiert wird (vgl. Felder/Schneiders 2016:8). Gemäß Artikel 19 „Selbstbestimmtes Leben und Inklusion in der Gemeinschaft“ der Konvention haben Menschen mit Behinderungen das Recht mit gleichen Wahlmöglichkeiten wie andere Menschen in der Gemeinschaft zu leben.Gewährleistet werden soll dies durch:

  • Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung, wo und mit wem sie leben
  • Unterstützungsdienste für Menschen mit Behinderung werden gemeindenah angeboten
  • allgemeine Dienstleistungen und Einrichtungen stehen Menschen mit Behinderung zur Verfügung und entsprechen ihren Erfordernissen 
    Grafik: Ausschnitt aus “Schritte zur Inklusion” By Robert Aehnelt (Own work) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Sonderwelten für Menschen mit Behinderung sollen abgebaut (vgl. Meins 2011:457) und „totale Institutionen“ verhindert werden. Eine totale Institution ist gekennzeichnet durch die Nicht-Trennung der drei Lebensbereiche Wohnen, Freizeit und Arbeit. Alle Aktivitäten finden am selben Ort und unter derselben Autorität statt. Die Aktivitäten werden nicht alleine, sondern in Gruppen ausgeführt und der Tagesablauf ist vorgegeben (vgl. Goffman 1972:17f).

 

In der Praxis gibt es verschiedene Ansätze unterschiedlicher Organisationen um den Inklusiongedanken umzusetzen, wie z. B.:

Organisationen wie arbas Arbeitsassistenz Tirol mit mittendrin oder das Institut für Sozialdienste mit Spagat bieten Arbeitsmöglichkeiten jenseits der geschützten Werkstätte. Mit der Methode „Persönliche Zukunftsplanung“ wird ein individueller Beschäftigungsplan entwickelt. Die für die Umsetzung nötige Unterstützung erfolgt durch unterschiedliche Personen und Organisationen im Sozialraum.

Der Verein innovia Akademie bietet inklusive und barrierefreie Erwachsenenbildung. Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen arbeiten bei allen Schulungen entweder mit oder führen diese selbständig durch.

Beim Projekt Wiener Wege zur Inklusion des Fonds Soziales Wien wurden Menschen mit Behinderung bei der Entwicklung neuer Angebote eingebunden.

Das Projekt Gig Buddies fördert über gemeinsame Freizeitinteressen soziale Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen.

 

 

Literatur:

Felder, Marion / Schneiders, Katrin (2016): Inklusion kontrovers. Herausforderungen für die Soziale Arbeit. Schwalbach: Wochenschau Verlag

Goffman, Erwing (1972): Asyle. Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen. Frankfurt/Main: Suhrkamp

Meins, Anna (2011): Systematisierung und begriffliche Bestimmung von Inklusion. In: Theorie und Praxis der sozialen Arbeit, 62 (6), 456-463

Projektvernissage an der FH St. Pölten

Projektvernissage an der FH St. Pölten

Am Dienstag, dem 16. Jänner 2018 haben wir die Gelegenheit, uns und unser Projekt vorzustellen: Von 15.00 bis 19.00 Uhr findet die Projektvernissage der FH St. Pölten statt. Es ist eine Messe für studentische Projektarbeiten in Niederösterreich. Wir, die Projektgruppe vom GeSo Orth, sind auch vor Ort und informieren von unseren Anfängen bis hin zu unserem aktuellen Forschungsstand. Ihr findet uns im Hauptgebäude der FH St. Pölten am 2. Stock, Standnummer 96. Wir freuen uns auf euren Besuch und euer Interesse!

 

Nähere Infos findet ihr auf der Veranstaltungsseite:

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Gesundheitliche Chancengerechtigkeit

Gesundheitliche Chancengerechtigkeit

Was bedeutet gesundheitliche Chancengerechtigkeit?

Zahlreiche Studien belegen, dass ein systematischer Zusammenhang zwischen sozialem Status und Gesundheitsstatus besteht (vgl. Haas / Ziniel 2015). „Dieser Umstand wird als gesundheitliche Ungerechtigkeit (engl. „healthinequity“) bezeichnet, da es sich um vermeidbare und damit unfaire Unterschiede […] handelt“ (ebd.: 157). Immer noch gelten gesundheitliche Benachteiligung für sämtliche Bevölkerungsgruppen, außer der gesellschaftlich am besten gestellten Gruppe. Hinzu kommt, dass mit sinken des sozioökonomischen Status der Bevölkerung, Krankheitshäufigkeit und Krankheitslast steigen. Bei Menschen mit geringem sozioökonomischem Status treten signifikant häufigere Krankenhausaufenthalte auf (vgl.: ebd.). Als Teil von Gesundheitsförderung und somit der Versuch gesundheitliche Ungerechtigkeit zu verringern bzw. gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu forcieren, wird im Zuge von sogenannter Lebenslaufforschung untersucht, inwiefern sich der Umgang mit Krankheiten bzw. der gesundheitliche Verlauf bei Menschen entwickelt. Mittels Interventionen und Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz von Bevölkerungen soll gesundheitliche Chancengerechtigkeit befördert werden. Gesundheitliche Ungerechtigkeit ist vererbbar. Investitionen in frühkindliche Entwicklung und Bildung werden hinsichtlich Gesundheitsförderung und der Entwicklung von Gesundheitskompetenz als höchst relevant beschrieben (vgl. ebd).

 

 

Haas, Sabine / Ziniel, Georg (2015): Gesundheitliche Chancengerechtigkeit. In: Bauer, Robert / Wiesenauer, Andrea (Hrg.): Zukunftsmotor Gesundheit. Entwürfe für das Gesundheitssystem von Morgen, 1. Auflage, Wiesbaden: Verlag Springer Gabler. 155-171.